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Naturschutzgebiet: Am Mähried bei Staden Naturschutzgebiet: Am Mähried bei Staden
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Ein Naturparadies ist entstanden

Im Mähried bei Staden brüten heute einige für Hessen sehr seltene Vogelarten.
Großer Brachvogel
Der Charaktervogel ist der Große Brachvogel, von dem drei der neun hessischen Paare im Mähried brüten.
Bekassine KiebitzKiebitzkükenUferschnepfe
Auch die in Hessen vom Aussterben bedrohten Arten Bekassine, Kiebitz (+Küken)
und Uferschnepfe brüten hier.
SchafstelzeGraugans mit KükenHöckerschwäne mit KükenBlaukehlchen
Daneben sind Wachtel, Schafstelze, Knäkente, Reiherente, Graugans, Blässhuhn, Teichhuhn, Zwergtaucher, Höckerschwan, Rebhuhn, Blau- u. Schwarzkehlchen
zu sehen.
Hohe Dichten erreichen Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Feldschwirl und Feldlerche.

Der Weißstorch (Neues Storchennest) brütet seit 2005 wieder jährlich
in der Ortslage von Staden.
Neues Storchennest für das Mähried
     Neues Storchennest für das Mähried

Eine besondere Bedeutung hat das Mähried als Rastgebiet für an Feuchtland gebundene Vogelarten, die hier Energie sammeln für den Weiterflug in nordische Brutgebiete.
Goldregenpfeifer und Kibitze
Im Frühjahr rasten regelmäßig tausende von Kiebitzen, viele Gänse, Kampfläufer
und Goldregenpfeifer.

Der Kranich ist zwar regelmäßig im Frühjahr zu sehen, er erreicht aber erst zur Herbstrast große Ansammlungen.

Insgesamt 148 Vogelarten konnten als Brut- oder Rastvögel bisher festgestellt werden.
Auch vegetationskundlich ist das Grünland sehr interessant.
So finden sich zum Teil noch sehr artenreiche Frisch- und Feuchtwiesen, vereinzelt auch Pfeifengraswiesen.
Als Besonderheit sind die eingestreuten Salzwiesen im Osten des Naturschutzgebietes zu nennen, auf denen einige Küstenpflanzen vorkommen.

Viele seltene Pflanzenarten sind im Grünland und in den Stillgewässern anzutreffen.
Beispiele sind:
Prachtnelke Salz- oder Strand-Dreizack
Prachtnelke, Kanten-Lauch, Gersten-Segge, Strand-Dreizack,
Ästiges Tausendgüldenkraut, Salzbinse, Röhriger Wasserfenchel, Breitblättriger Merk, Sumpf-Sternmiere oder Gräben-Veilchen.
GrasfroschTeichmolch
Bei den Amphibien sind Grün- u. Grasfrosch, Erdkröte und Teichmolch mit großen Beständen vertreten.
Eine Untersuchung der Libellen ergab 24 Arten (von 62 Arten in Hessen), u.a. Kleine Pechlibelle, Südlicher Blaupfeil, Glänzende u. Südliche Binsenjungfer, Gemeine Winterlibelle.
Bei den Tagfalten ist eine große Population des Dunklen Wiesenknopfameisenbläuling hervorzuheben.
Im Winterhalbjahr fallen die vielen Rehe auf. Meist sind es 30 bis 40 Stück.
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