Das Lehrbiotop der Naturschutzgruppe Florstadt e.V. zurück zum Eingang Lehrbiotop
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Naturschutzgebiet: Am Mähried bei Staden Naturschutzgebiet: Am Mähried bei Staden
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Naturschutzgebiet "Am Mähried bei Staden"

Das Naturschutzgebiet mit dem Namen "Am Mähried bei Staden" befindet sich
im Niddatal zwischen Staden und Ober-Florstadt.
Es ist das einzige Naturschutzgebiet im Stadtgebiet von Florstadt. Luftbild Mähried 2003

Das mit einer Fläche von 112 ha viertgrößte Naturschutzgebiet im Wetteraukreis
wurde bereits 1983 zur Erhaltung und Verbesserung der Feuchtwiesen
als wichtiges Brut- und Rastareal für feuchtlandgebundene und bestandsgefährdete Vogelarten ausgewiesen, und ist eine der Kernzonen des 7.400 ha großen "Auenverbundes Wetterau".
Der gesamte Talraum der Nidda zwischen Staden und der Horloffmündung
bei Ober-Florstadt hat eine Größe von rund 150 ha.
Er hat die Großeingriffe durch die Niddaregulierung und den Straßenbau der 1960er
und 1970er Jahre weitgehend unbeschadet überstanden und zählt heute
zu den größten noch unzerschnittenen Feuchtgrünlandkomplexen in Hessen.

Im europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000 ist das Gebiet
eine Teilfläche des FFH-Gebietes "5619-306 Grünlandgebiete in der Wetterau"
und des Vogelschutzgebietes "5519-401 Wetterau"

Entwicklung bis Mitte der 1990er Jahre

Bis Mitte der 1990er Jahre wurde allerdings kaum etwas dafür getan, um das Ziel der Naturschutzgebietsausweisung zu erreichen, zumal kaum Nutzungsbeschränkungen durch die Schutzgebietsverordnung erlassen wurden.
So war ein kontinuierlicher Rückgang der schutzwürdigen Arten und Biotope durch Trockenlegung, intensive Grünlandnutzung, Zuwachsen mit hohen Bäumen, Störungen durch Freizeit- und Erholungsnutzungen zu beobachten.
Auf Initiative ehrenamtlicher Naturschützer wurden in der zweiten Hälfte
der 1990er Jahre in Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zur Verbesserung des Gebietes erarbeitet.
Die Stadt Florstadt ist Eigentümerin nahezu des gesamten Flusstales zwischen Staden und Ober-Florstadt und erklärte sich frühzeitig bereit, die Entwicklung des Gebietes voranzutreiben.
Durch die Bereitstellung von Flächen und die Trägerschaft für bauliche Maßnahmen konnte die Stadt Florstadt die entscheidenden Schritte einleiten.
Auch die örtliche Landwirtschaft erkannte den Handlungsbedarf und beteiligte sich großflächig am Vertragsnaturschutz.
So wurde der Weg für eine großräumige Biotopgestaltung geebnet.

Die Finanzierung konnte durch Mittel der naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe, Ökokontomaßnahmen der Gemeinde, Mittel des Vertragsnaturschutzes des Landes sowie Pflegemittel für Naturschutzgebiete des Landes gesichert werden.

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