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| Vegetationsarme
und vegetationsreiche Amphibienteiche |
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| vegetationsreicher
Amphibienteich
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vegetationsarmer
Amphibienteich |
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Gewässer
ist nicht gleich Gewässer!
Gewässer unterscheiden sich voneinander in ihrer
Größe, Tiefe, Fließgeschwindigkeit,
Nährstoffgehalt, Säure-Basenverhältnis,
Temperatur, Lichtverhältnisse,... .
Je nach Bedingungen siedeln sich unterschiedliche Pflanzen
und Tiere an.
Um dies in unserem Lehrbiotop zu verdeutlichen, haben
wir zwei Amphibienteiche
gebaut, die sich in ihrer Vegetationsdichte voneinander
unterscheiden. |
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Beide Amphibienteiche
sind in ihrer Form, Größe, Tiefe (tiefste Stelle
1 m) ähnlich.
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Sie werden gleichermaßen
ganztägig besonnt. Dies ist eine gute Voraussetzung
für eine hohe Artenvielfalt, da die meisten Feuchtbiotopbewohner
viel Sonne mögen.
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Um vorzeitige Verlandung sowie
einseitige Pflanzenwucherungen zu vermeiden,
haben wir uns für nährstoffarme Bodensubstrate
entschieden.
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Beide Teiche unterliegen
einem stark schwankenden Wasserspiegel, und können
in Trockenperioden ähnlich einem Tümpel nahezu
völlig austrocknen.
Für Amphibien stellt dies im allgemeinen keine Gefahr
dar,
denn sie haben sich solchen Bedingungen angepasst.
Untersuchungen im Mähried zu Staden haben ergeben,
dass Kleingewässer mit stark schwankendem Wasserspiegel
sogar bevorzugt von Amphibien besiedelt werden. |
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| Unterschiede: |
Vegetationsarmes
Kleingewässer
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Vegetationsreiches
Kleingewässer |
| Allgemein |
Das
Wasser kann sich schneller erwärmen, ein Vorteil
für wärmeliebende Arten.
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Die Wasseroberfläche wird durch
starken Pflanzenwuchs beschattet
und erwärmt sich langsamer.
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Typische
Amphibienarten
(*Rote Liste Arten) |
Wechsel*-,
Kreuz*-, Geburtshelferkröte*,
Gelbbauchunke*
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Geburtshelferkröte*
© Hans - Dieter Brandl |
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Wasser-,
kleiner Teich-, Seefrosch sowie Gras-, Spring*-
und Moorfrosch*,
Kammmolch*, Knoblauchkröte*
und Laubfrosch*
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| Vorkommen Naturlandschaft |
Unverbaute Flüsse, Überschwemmungsflächen,
Weideland |
Unverbaute Flüsse, Überschwemmungsflächen,
Weideland |
Vorkommen
Kulturlandschaft
(Wetteraukreis) |
Sand-,
Kies-, Basalt-, Tongruben,
Braunkohletagebau, MilitärÜbungsplätze,
Schlammabsetzbecken
(Zuckerfabrik), Feldflur, Gärten |
Wiesen-
und Weideflächen in den
Auen, Feldflur, Gärten |
| Der
starke Rückgang der Kleingewässer ist
zurückzuführen auf: |
Kanalisierung
von Flüssen, Beendigung
des Braunkohletagebaus,
Schließung von Sand-, Kies-, Basaltgruben,
Entwässerung von Feldflur
und Auen, Verringerung von Militärübungen,
Verfüllungen |
Entwässerung
und Überdüngung
von Feldflur und Auen
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Stehende Kleingewässer zählen lt. AID (Auswertungs-
und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten e.V.) heute zu den am stärksten gefährdeten
Landschaftselementen.
Zwischen 70 und 80% der stehenden Kleingewässer
samt ihrer Lebensgemeinschaften sind in den vergangenen
40 Jahren verschwunden.
Hierzu gehören unter anderem Tümpel, Flutmulden,
Weiher, Altwasser, Teiche,
krautreiche Gräben, Pfützen und Fahrspurrinnen.
Sie sind Heimat und Lebensgrundlage
für weit über 1000 Tier- und rund 200 Pflanzenarten.
Ein Großteil bedrohter bzw. ausgestorbener Pflanzen-
und Tierarten (Rote Liste) sind
Bewohner des Feuchtlebensraumes.
Nur eine Landschaft mit einer Vielzahl kleiner Gewässer
kann den notwendigen Lebensraum für Tiere, wie
beispielsweise den Weißstorch, bieten. Er steht
an der Spitze
eines intakten Ökosystems.
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