Das Lehrbiotop der Naturschutzgruppe Florstadt e.V. zurück zum Eingang Lehrbiotop
Kontakt Impressum Förderer
zurück zum Eingang Lehrbiotop
  
aktuelles aktuelles
aktuelles aktuelles
lehrbiotop lehrbiotop
Tiere Tiere
Pflanzen Pflanzen
Akteure Akteure
Naturschutzgebiet: Am Mähried bei Staden Naturschutzgebiet: Am Mähried bei Staden
Anreise Anreise
Surftipps Surftipps
Site Map Site Map
Storchennachwuchs in Florstadt - Staden

Nach 39 Jahre brüten wieder Störche in Staden Vorgeschichte
Bis 1966 brütete der Weißstorch jährlich auf dem alten Brennereischornstein des Hofgutes der Familie Schuldt in Florstadt-Staden. Die Störche konnten in den ausgedehnten Feuchtwiesen umliegenden der Niddaaue reichlich Futter für die Aufzucht ihrer Jungen finden.

Durch die Trockenlegung der Feuchtwiesen und die Intensivierung der Grünlandnutzung verschwanden
wie überall in der Wetterau dann auch die Stadener Störche.

Mit der Ausweisung der Landschaftsschutzgebietes
"Auenverbund Wetterau" 1989 und der Ausweisung der Naturschutzgebiete
Schornstein Staden
Schornstein Staden

"Am Mähried bei Staden"
wurde die weitere Vernichtung der Feuchtwiesen in Florstadt zunächst gestoppt.

Breits 1985 wurden dann die ersten Teiche von den Aktivisten des NABU Florstadt
(Erich Opper, Willi Kalbhenn) aus eigenen Geldern angelegt.
Erst Ende der 1990er Jahre wurde dann seitens der Gemeinde Florstadt damit begonnen, Feuchtgebiete in der Niddaaue im Raum Staden systematisch wiederherzustellen.
So entstanden bis heute im Aktionsradius des ehemaligen Storchennestes
(zwischen Ober-Florstadt und Nieder-Mockstadt) 40 neue Tümpel und Teiche.
Weitere Teiche und Vernässungen von Feuchtwiesen sind geplant.

Die intensive Grünlandnutzung wurde in den letzten 10 Jahren über freiwillige Verträge mit den Landwirten im Rahmen des Hessische Landschaftspflegeprogramm (Vertragsnaturschutz) im großem Umfang in eine extensive Nutzung überführt. Heute existiert ein optimales Mosaik aus früh und spät gemähten gemähten oder beweideten Flächen, dass für Störche immer einen reich gedeckten Tisch bietet.

Erneuerung des Nestes

Der langersehnte Wunsch des NABU Florstadt, in Staden wieder Störche heimisch zu machen, rückte 2001 eine Stück näher, als mit Unterstützung der OVAG auf dem alten Brennereischornstein in 24 m Höhe ein neuer Kunsthorst errichtet wurde.
Seither wurde der Schornstein regelmäßig von Störchen beflogen. Bereits 2002 hielt sich ein Paar für einige Tage dort auf, schritt aber noch nicht zur Brut.
Schornstein Staden Feuerwehrauto mit einer 30 m-Leiter
Schornstein Staden Feuerwehrauto mit einer 30 m-Leiter
Das Storchenjahr 2005 in Staden

Am 11. April 2005 war es dann soweit.
Ein brutwilliges Storchenpaar
besetzte das Nest und begann sofort mit dem Nestbau.
Am 22. April wurde dann das erste der drei Eier gelegt. Nach 32 Tagen Brutzeit schlüpfte am 24. Mai das erste der drei Jungen.
Am 16. Juli wurden die Störche in Staden beringt. Udo Seum vom NABU Bingenheim beringt ehrenamtlich im gesamten Wetteraukreis die Storchenjungen im Auftrag der Vogelwarte Helgoland.
Ziel der Beringung von Jungstörchen ist es, mehr über das Wanderverhalten, die Überwinterungsgebiete und die Überlebensrate zu erfahren.
ein brutwilliges Storchenpaar 2005
ein brutwilliges Storchenpaar 2005
Die Beringung in Staden war nur durch
die Unterstützung der FFW Friedberg möglich, die ihr Feuerwehrauto mit einer
30 m-Leiter und drei Feuerwehrleute zur Verfügung stellte.

Nach einer knappen Stunde waren
die drei Jungstörche mit den schwarzen Plastikringen mit weißer Aufschrift beringt.

Seit dem 04. August flogen dann alle
drei Jungen
erstmals eigenständig
in die Niddaaue zur Nahrungssuche aus. Neben Fröschen fressen die Störche insbesondere Mäuse, Regenwürmer und Heuschrecken.
Beringung von Jungstörchen
Beringung von Jungstörchen
Luftaufnahme der Auwiesen Mähried von Staden
Luftbild Maehried
Luftbild Maehried
Dieses Bild zeigt sich dem Storch, wenn er in Staden von seinem Nest in Richtung Westen aufbricht. Im Vordergrund entlang der Nidda befinden sich die großflächigen unter Schutz gestellten Auwiesen mit dem Namen Mähried von Staden. Aufgrund der vielen neu angelegten Grabentaschen (Amphibienteiche) und Renaturierungsmaßnahmen hat sich das Nahrungsangebot der Störche deutlich verbessert. Von den Wasserflächen in der offenen Wiesen- bzw. Weidelandlandschaft werden sie beinahe magisch angezogen.
Im Mähried von Staden brüten außerdem Großer Brachvogel, Bekassine und Kiebitz.
Diese Arten sind inzwischen äußerst selten geworden.
Im Hintergrund links liegt Ober - und Nieder - Florstadt."
top top