Bis
1966 brütete der Weißstorch jährlich
auf dem alten Brennereischornstein des Hofgutes der Familie
Schuldt in Florstadt-Staden. Die Störche konnten
in den ausgedehnten Feuchtwiesen umliegenden der Niddaaue
reichlich Futter für die Aufzucht ihrer Jungen finden.
Durch die Trockenlegung der Feuchtwiesen und die
Intensivierung der Grünlandnutzung verschwanden
wie überall in der Wetterau dann auch die Stadener
Störche.
Mit der Ausweisung der Landschaftsschutzgebietes
"Auenverbund Wetterau" 1989 und der Ausweisung
der Naturschutzgebiete |
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| Schornstein
Staden |
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"Am Mähried bei Staden"
wurde die weitere Vernichtung der Feuchtwiesen in Florstadt
zunächst gestoppt.
Breits 1985 wurden dann die ersten Teiche von den Aktivisten
des NABU Florstadt
(Erich Opper, Willi Kalbhenn) aus eigenen Geldern angelegt.
Erst Ende der 1990er Jahre wurde dann seitens der Gemeinde
Florstadt damit begonnen, Feuchtgebiete in der Niddaaue
im Raum Staden systematisch wiederherzustellen.
So entstanden bis heute im Aktionsradius des ehemaligen
Storchennestes
(zwischen Ober-Florstadt und Nieder-Mockstadt) 40 neue
Tümpel und Teiche.
Weitere Teiche und Vernässungen von Feuchtwiesen
sind geplant.
Die intensive Grünlandnutzung wurde in den letzten
10 Jahren über freiwillige Verträge mit den
Landwirten im Rahmen des Hessische Landschaftspflegeprogramm
(Vertragsnaturschutz) im großem Umfang in eine
extensive Nutzung überführt. Heute existiert
ein optimales Mosaik aus früh und spät gemähten
gemähten oder beweideten Flächen, dass für
Störche immer einen reich gedeckten Tisch bietet.
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Erneuerung des
Nestes
Der langersehnte Wunsch des NABU Florstadt, in
Staden wieder Störche heimisch zu machen, rückte
2001 eine Stück näher, als mit Unterstützung
der OVAG auf dem alten Brennereischornstein in 24 m Höhe
ein neuer Kunsthorst errichtet wurde.
Seither wurde der Schornstein regelmäßig von
Störchen beflogen. Bereits 2002 hielt sich ein Paar
für einige Tage dort auf, schritt aber noch nicht
zur Brut. |
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| Schornstein
Staden |
Feuerwehrauto
mit einer 30 m-Leiter |
Das
Storchenjahr 2005 in Staden
Am 11. April 2005 war es dann soweit.
Ein brutwilliges Storchenpaar
besetzte das Nest und begann sofort mit dem Nestbau.
Am 22. April wurde dann das erste der drei Eier gelegt.
Nach 32 Tagen Brutzeit schlüpfte am 24. Mai das erste
der drei Jungen.
Am 16. Juli wurden die Störche in Staden beringt.
Udo Seum vom NABU Bingenheim beringt ehrenamtlich im gesamten
Wetteraukreis die Storchenjungen im Auftrag der Vogelwarte
Helgoland.
Ziel der Beringung von Jungstörchen ist es,
mehr über das Wanderverhalten, die Überwinterungsgebiete
und die Überlebensrate zu erfahren. |
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| ein
brutwilliges Storchenpaar 2005 |
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Die
Beringung in Staden war nur durch
die Unterstützung der FFW Friedberg möglich,
die ihr Feuerwehrauto mit einer
30 m-Leiter und drei Feuerwehrleute zur Verfügung
stellte.
Nach einer knappen Stunde waren
die drei Jungstörche mit den schwarzen Plastikringen
mit weißer Aufschrift beringt.
Seit dem 04. August flogen dann alle
drei Jungen erstmals eigenständig
in die Niddaaue zur Nahrungssuche aus. Neben Fröschen
fressen die Störche insbesondere Mäuse, Regenwürmer
und Heuschrecken. |
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| Beringung
von Jungstörchen |
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| Luftaufnahme der
Auwiesen Mähried von Staden |
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| Luftbild
Maehried |
Dieses Bild zeigt
sich dem Storch, wenn er in Staden von seinem Nest in
Richtung Westen aufbricht. Im Vordergrund entlang der
Nidda befinden sich die großflächigen unter
Schutz gestellten Auwiesen mit dem Namen Mähried
von Staden. Aufgrund der vielen neu angelegten Grabentaschen
(Amphibienteiche) und Renaturierungsmaßnahmen hat
sich das Nahrungsangebot der Störche deutlich verbessert.
Von den Wasserflächen in der offenen Wiesen- bzw.
Weidelandlandschaft werden sie beinahe magisch angezogen.
Im Mähried von Staden brüten außerdem
Großer Brachvogel, Bekassine und Kiebitz.
Diese Arten sind inzwischen äußerst selten
geworden.
Im Hintergrund links liegt Ober - und Nieder - Florstadt."
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